BU-RECHNER 2026

Wie hoch sollte deine BU-Rente sein?

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Faustformel: 80 % des Nettoeinkommens als BU-Rente. Hochrechnung mit 2 % Inflation p.a. Orientierungswert, keine Beratung im aufsichtsrechtlichen Sinne.

DIE 80-%-EMPFEHLUNG

Nicht dein Gehalt ersetzen. Deinen Lebensstandard halten.

Gregor rechnet beim ersten Bedarf mit 80 % deines monatlichen Nettoeinkommens. Das ist keine gesetzliche Größe, sondern seine bestätigte Empfehlung aus der Beratung. Sie setzt dort an, wo eine Berufsunfähigkeitsversicherung wirken soll: bei dem Betrag, den du brauchst, wenn dein Arbeitseinkommen wegfällt.

Es geht nicht darum, dein bisheriges Gehalt vollständig nachzubauen. Im Leistungsfall verändert sich dein Alltag. Manche Kosten können wegfallen, andere Belastungen bleiben bestehen oder kommen hinzu. Deshalb liegt der Bedarf typischerweise unter dem bisherigen Netto, aber deutlich über dem Betrag, den viele spontan für ausreichend halten.

Der Wert ist der Startpunkt, nicht die fertige Vertragsentscheidung. Im nächsten Schritt wird geprüft, was von der vereinbarten Rente tatsächlich bei dir ankommt und ob sie zu deinen laufenden Verpflichtungen passt. Genau dafür ergänzen sich dieser Bedarfsrechner und der BU-Netto-Rechner: Hier bestimmst du die Zielgröße, dort prüfst du die Auszahlung nach möglichen Abzügen.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst kommt die Frage, welches Einkommen dir im Ernstfall fehlen würde. Danach wird geprüft, wie der Vertrag diesen Bedarf dauerhaft abbilden kann. Wer beides vermischt, senkt häufig zuerst die gewünschte Rente, damit ein Beitrag angenehmer wirkt. Damit wird aber nicht das Risiko kleiner, sondern nur die Leistung. Eine belastbare Planung hält Bedarf und Vertragsgestaltung deshalb bewusst auseinander.

AUS DER BERATUNGSPRAXIS

Die vier häufigsten Denkfehler bei der BU-Rente.

DENKFEHLER 1

Die Rente wird vom Beitrag her gedacht.

Viele starten mit der Frage, was sie monatlich zahlen möchten. Daraus wird rückwärts eine möglichst kleine Rente gebaut. So entsteht ein Vertrag, der zum Budget passt, aber nicht zwingend zum Ernstfall. Der Beitrag ist das Ergebnis der Entscheidung, nicht ihr Ausgangspunkt.

Besser: Ermittle zuerst deinen Bedarf. Danach kannst du über Beitrag, Bedingungen und mögliche Anpassungen entscheiden.

DENKFEHLER 2

Bruttorente wird mit verfügbarem Geld verwechselt.

Von der vereinbarten BU-Rente kann noch etwas abgehen. Sie wird mit dem Ertragsanteil besteuert, und deine Kranken- sowie Pflegeversicherung laufen weiter. Wer die Bruttorente vollständig für seinen Alltag verplant, kann deshalb zu knapp kalkulieren.

Besser: Nutze anschließend den BU-Netto-Rechner. Er zeigt, was von einer gewählten Rente in deiner Situation übrig bleibt.

DENKFEHLER 3

Das Endalter wird zu früh gewählt.

Ein früheres Vertragsende wirkt zunächst günstiger. Die Jahre zwischen dem Ende der BU-Rente und deinem Renteneintritt trägt dann aber niemand. Zusätzlich fehlen während einer Berufsunfähigkeit regelmäßig Einzahlungen in die Altersvorsorge. Dadurch kann auch die spätere Altersrente niedriger ausfallen.

Besser: Richte das Endalter an deinem geplanten Renteneintritt aus und entscheide erst danach, ob du eine verbleibende Lücke selbst tragen kannst.

DENKFEHLER 4

Die Kaufkraft bleibt angeblich gleich.

Der Rechner macht mit 2 % Inflation sichtbar, was eine lange Laufzeit verändert. Über zwanzig oder dreißig Jahre verliert eine unveränderte Rente spürbar an Kaufkraft. Ein Betrag, der heute deinen Bedarf deckt, muss das am Ende der Laufzeit nicht mehr tun.

Besser: Behandle die Dynamik nicht als Zusatz, sondern als Teil der Bedarfsplanung und prüfe, wie die versicherte Rente mitwachsen kann.

TRANSPARENT GERECHNET

Was der Rechner tut – und was nicht.

Dieses Werkzeug soll eine nachvollziehbare erste Bedarfsgröße liefern. Es ersetzt keine Prüfung deiner persönlichen Verpflichtungen und keine Beratung. Dafür zeigt es offen, welche Eingaben und Annahmen hinter dem Ergebnis stehen.

Er verwendet dein monatliches Nettoeinkommen, dein Alter und deinen geplanten Renteneintritt.

Er setzt Gregors Empfehlung von 80 % des Nettoeinkommens als monatlichen Ausgangsbedarf an.

Er zeigt die Gesamtlücke bis zum Renteneintritt und rechnet mit 2 % Inflation pro Jahr.

Er berechnet keinen Versicherungsbeitrag und bewertet weder Gesundheitszustand noch Vertragsbedingungen.

Er zieht keine gesetzliche Erwerbsminderungsrente oder andere mögliche Ansprüche vom Bedarf ab.

Er zeigt keine Nettoauszahlung nach Steuer sowie Kranken- und Pflegeversicherung; dafür gibt es den BU-Netto-Rechner.

GESETZLICHE ABSICHERUNG

Warum wir keine Erwerbsminderungsrente abziehen.

Der Rechner schätzt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bewusst nicht mit. Nach § 43 SGB VI[•]hängt sie nicht davon ab, ob du deinen erlernten oder zuletzt ausgeübten Beruf noch schaffst. Maßgeblich ist dein Restleistungsvermögen in irgendeiner Tätigkeit.

Die volle Erwerbsminderungsrente setzt voraus, dass du weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Zwischen drei und sechs Stunden kommt nur die halbe Rente infrage. Wer den eigenen Beruf nicht mehr ausüben kann, theoretisch aber noch in einer anderen Tätigkeit arbeiten könnte, erhält daraus nichts.

Eine pauschale Schätzung würde deshalb Genauigkeit vortäuschen und könnte Geld vom Bedarf abziehen, das im Leistungsfall gar nicht fließt. Dieser Rechner plant ohne diesen unsicheren Abzug. Die Systematik und ihre Folgen für Angestellte erklären wir kompakt und mit der Rechtsgrundlage auf der Seite PKV und BU für Angestellte.

HÄUFIGE FRAGEN

BU-Bedarf verständlich eingeordnet.

Wie hoch sollte meine BU-Rente sein?+

Gregor empfiehlt als Ausgangspunkt 80 % deines monatlichen Nettoeinkommens. Das Ziel ist nicht, dein Gehalt vollständig zu ersetzen, sondern deinen Lebensstandard auch dann zu tragen, wenn dein Arbeitseinkommen wegfällt. Der BU-Bedarfsrechner ermittelt diesen Ausgangswert; anschließend gehört geprüft, ob die Rente nach Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung für deine persönliche Situation ausreicht.

Warum rechnet der BU-Bedarfsrechner mit 80 % und nicht mit 100 %?+

Bei Berufsunfähigkeit verändert sich deine finanzielle Situation: Manche Ausgaben fallen weg, andere Belastungen bleiben oder kommen hinzu. Deshalb liegt Gregors Empfehlung unter dem bisherigen Nettoeinkommen, aber deutlich über einer spontan niedrig angesetzten Rente. Die 80 % sind eine begründete Bedarfsorientierung aus seiner Beratung, keine gesetzliche Vorgabe und keine Beitragszusage.

Bis zu welchem Alter sollte meine Berufsunfähigkeitsversicherung laufen?+

Das Endalter sollte zu deinem geplanten Renteneintritt passen. Endet die Berufsunfähigkeitsversicherung früher, musst du die Zeit bis zur Altersrente aus eigenem Vermögen überbrücken. Gleichzeitig fehlen während einer längeren Berufsunfähigkeit regelmäßig Einzahlungen in die Altersvorsorge. Ein früheres Endalter senkt zwar den Versicherungsbeitrag, verschiebt das finanzielle Risiko aber zu dir.

Wird die BU-Rente versteuert?+

Von einer vereinbarten privaten BU-Rente kann noch etwas abgehen. Sie wird mit ihrem Ertragsanteil besteuert; außerdem laufen Kranken- und Pflegeversicherung weiter. Wie sich das in deiner Situation auswirkt, zeigt der separate BU-Netto-Rechner. Dieser BU-Bedarfsrechner arbeitet bewusst mit dem Nettoeinkommen und ermittelt zunächst den Bedarf vor diesen persönlichen Abzügen.

Brauche ich eine Dynamik in meiner BU-Versicherung?+

Eine vereinbarte BU-Rente verliert über eine lange Laufzeit Kaufkraft. Der Rechner macht diesen Effekt mit einer angenommenen Inflation von 2 % pro Jahr sichtbar. Eine Dynamik kann helfen, die versicherte Rente während der Vertragslaufzeit an die Entwicklung deines Bedarfs anzupassen. Ob und in welcher Form sie zu dir passt, muss mit den übrigen Vertragsbedingungen geprüft werden.

Was ist, wenn ich später mehr verdiene?+

Dann sollte die versicherte BU-Rente mit deinem Einkommen und Lebensstandard mitwachsen können. Entscheidend sind passende Erhöhungsmöglichkeiten im Vertrag und regelmäßige Prüfungen nach beruflichen oder privaten Veränderungen. Der heutige Rechenwert ist deshalb kein Ergebnis für das ganze Berufsleben, sondern der Ausgangspunkt für eine Absicherung, die anpassbar bleiben muss.

Lass uns schauen, was für dich passt.

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